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Fortschritte bei der Sanierung des ehemaligen Chemiehandels an der Rosenstraße 77 in Dresden: Abbruch, Grundwassersanierung und Fördermittel für eine sichere Zukunft der Fläche.

Die Sanierung des ehemaligen Chemiehandels an der Rosenstraße 77 in Dresden nimmt Fahrt auf! Seit Oktober 2025 wird das Gelände, das jahrzehntelang belastet war, umfassend bearbeitet, um es bis Ende 2027 für zukünftige Nutzung zu sichern. Trotz unerwarteter Herausforderungen bei den Abrissarbeiten, die historische Fundamentreste zutage förderten, ist das Ziel klar: Schadstoffe sollen langfristig entfernt werden. Mit innovativen Technologien zur Grundwassersanierung und Unterstützung von Fördermitteln wird daran gearbeitet, die Fläche wieder unbelastet und nutzbar zu machen – ein wichtiger Schritt für die Stadt und ihre Bewohner.

Die Sanierung des ehemaligen Chemiehandels an der Rosenstraße 77 in Dresden schreitet voran. Seit Oktober 2025 arbeitet die Landeshauptstadt daran, die alten Lager- und Bürogebäude auf dem etwa 15.000 Quadratmeter großen Gelände abzureißen. Ziel ist es, bis Ende 2027 die Altlasten zu beseitigen und das Grundstück für zukünftige Nutzungen zu sichern.

Aktuell erfolgt die Entfernung der Fundamente und Bauschuttreste unter dem ehemaligen Lagergebäude, nachdem bereits etwa 40 Prozent der Fläche mit belastetem Boden ausgetauscht wurden. Der anfallende Bauschutt wird sorgfältig untersucht, sortiert und entweder fachgerecht entsorgt oder wiederverwertet. Die Arbeiten gestalten sich jedoch aufwendiger als ursprünglich angenommen, da im Untergrund wesentlich mehr und größere Fundamentreste entdeckt wurden, die möglicherweise aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg stammen. Zudem finden die Arbeiten direkt neben weiterhin genutzten Gewerbegebäuden statt, was besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordert.

Derzeit liegt das Projekt rund zwei Monate hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Im Spätsommer 2026 ist zudem eine innovative Technologie geplant, um das belastete Grundwasser zu sanieren. Hierbei werden spezielle Mikroorganismen in den Untergrund eingebracht, die dort in Tiefen zwischen acht und fünfzehn Metern die leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffe (LHKW) abbauen, mit denen der Boden verunreinigt ist. Dieses Verfahren spart im Vergleich zu einem großflächigen Bodenaustausch erhebliche Kosten und reduziert die Menge an erforderlichem Aushub und Transport.

Während der Sanierungsarbeiten werden regelmäßig Boden- und Grundwasserproben entnommen, um den Fortschritt des mikrobiellen Abbaus der Schadstoffe zu überwachen. Nach etwa sechs Monaten wird eine erste belastbare Einschätzung zur Gesamtdauer der In-Situ-Sanierung vorliegen.

Dresden erhält Unterstützung vom Freistaat Sachsen sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Abbruchkosten werden zu 77 Prozent gefördert, wobei insgesamt 4,8 Millionen Euro an EFRE-Mitteln zur Verfügung stehen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert erhielt den Fördermittelbescheid am 30. Juni 2025.

Diese Sanierungsmaßnahmen sind besonders wichtig, da die Fläche an der Rosenstraße 77 seit 1962 unterschiedlichen Eigentümern gehörte und als Lager- und Umschlagplatz für Chemikalien diente. Die intensive industrielle Nutzung hat zu erheblichen Belastungen im Boden, Grundwasser und in Gebäudeteilen geführt. Nach der Insolvenz des Unternehmens „Potsdamer Chemiehandel“ sowie nach dem Hochwasser 2002 hat die Stadtverwaltung begonnen, Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers umzusetzen, um die Schadstoffe dauerhaft zu beseitigen und die Fläche wieder uneingeschränkt nutzbar zu machen.

Fakten

  • Die Sanierung des ehemaligen Chemiehandels an der Rosenstraße 77 macht Fortschritte.
  • Seit Oktober 2025 lässt die Landeshauptstadt Dresden die alten Lager- und Bürogebäude auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Gelände abreißen.
  • Das Ziel ist es, bis Ende 2027 die Altlasten zu beseitigen und das Grundstück zu einer sicheren und Zukunftsfähigen Fläche mitten in der Stadt zu entwickeln.
  • Nach der Entkernung der Gebäude werden derzeit die Fundamente und Bauschuttreste unter dem ehemaligen Lagergebäude entfernt.
  • Auf rund 40 Prozent der Fläche wurde bereits belasteter Boden ausgetauscht.
  • Der anfallende Bauschutt wird untersucht, sortiert und anschließend fachgerecht entsorgt oder verwertet.
  • Die Arbeiten sind allerdings aufwendiger als erwartet. Im Untergrund fanden die Fachleute deutlich mehr und größere Fundamentreste als zunächst angenommen.
  • Vermutlich stammen diese teilweise noch aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.
  • Hinzu kommt, dass die Arbeiten direkt neben weiterhin genutzten Gewerbegebäuden stattfinden. Deshalb muss besonders vorsichtig gearbeitet werden.
  • Aktuell liegt das Projekt rund zwei Monate hinter dem ursprünglichen Zeitplan.
  • Im Spätsommer 2026 wird mit einer neuartigen Technologie das belastete Grundwasser saniert.
  • Dazu werden spezielle Mikroorganismen mithilfe einer technischen Anlage in den Untergrund eingebracht und in Tiefen zwischen acht und fünfzehn Metern verteilt.
  • Dort bauen sie die leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffe (LHKW) ab, mit denen der Boden verunreinigt ist.
  • Im Vergleich zu einem großflächigen Bodenaustausch spart das Verfahren erhebliche Kosten und vermeidet große Mengen an Aushub und Transporten.
  • Während der Sanierung werden regelmäßig Boden- und Grundwasserproben entnommen, um den Fortschritt des mikrobiellen Abbaus der Schadstoffe zu überwachen.
  • Nach etwa sechs Monaten wird eine erste belastbare Einschätzung zur Gesamtdauer der mikrobiologischen, sogenannten In-Situ-Sanierung möglich sein.
  • Für die Arbeiten erhält Dresden Unterstützung vom Freistaat Sachsen und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
  • Die Abbruchkosten werden zu 77 Prozent gefördert.
  • Insgesamt stehen 4,8 Millionen Euro an EFRE-Mitteln zur Verfügung.
  • Den Fördermittelbescheid erhielt Oberbürgermeister Dirk Hilbert am 30. Juni 2025 von Bela Bélafi, dem Präsidenten der Landesdirektion Sachsen.
  • Hintergrund Seit 1962 hatte die Fläche an der Rosenstraße 77 mehrere Eigentümer und diente lange auch als Lager- und Umschlagplatz für Chemikalien.
  • Die intensive industrielle Nutzung hat zu erheblichen Belastungen im Boden, Grundwasser und in Gebäudeteilen geführt.
  • Nach der Insolvenz des Unternehmens „Potsdamer Chemiehandel“ und dem Hochwasser 2002 begann die Stadtverwaltung, Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers umzusetzen.
  • Ziel ist es, die Schadstoffe dauerhaft zu beseitigen und die Fläche wieder uneingeschränkt nutzbar zu machen.
  • Die Location ist Dresden.
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